Sitzungsablauf

Bei Zen-Shiatsu liegen sie bekleidet (bequeme Baumwollsachen bevorzugt) auf einer weichen Matte am Boden. Der Shiatsu-Praktiker behandelt mit Fingerdruck, Ellbogen, Dehnungen diejenigen Meridiane, die am meisten Unterstützung bedürfen. Mit verschiedenen Techniken (Finger, Ellbogen, Knie) wird versucht, auf Funktion und Wohlbefinden Einfluss zu nehmen.

Historische Entwicklung

Shiatsu stammt urprünglich aus Japan und China, und hat sich dort aus den unterschiedlichen Meridian-Lehren (Fünf-Elemente-Lehre) und Massage-Arten (z.B. An-Ma, Do-In) entwickelt. Der japanische Psychologe und Lehrer Shizuto Masunaga (Infos zur Person im Wiki) hat das “Shiatsu” schliesslich in seine heutige Form gegossen. Es ist vor allem Masunaga’s “Zen Shiatsu Stil“, der sich bei uns im Westen etabliert hat.

Meridiane und das alte China

Tausende Jahre lang wurde der Körper mit seinen unendlichen Funktionen ausgiebigst beobachtet und dieses Wissen in die Konzepte der “Meridiane” und “5 Elemente” gegossen. Meridiane stellen Funktionskreisläufe dar, die den Körper in seiner Gesamtheit verbinden und Fehlfunktionen ausgleichen.

Das feine und engmaschige Netz des Körpers (genannt Zellen) nehmen Ungleichgewichte auf, sammeln, geben weiter, bis an einer Schwachstelle schliesslich Symptome sichtbar werden.

Shiatsu wirkt auf diese Ansammlungen von “Zuviel” oder “Zuwenig” ein, löst auf und verteilt. Mit der Berührung, mal sanft, mal tief, mal anregend, mal beruhigend, wird der Fokus des Behandelten gleichsam angeleitet, sich linienförmig auf den eigenen Körper zu richten. Die bewusste und unbewusste Aufmerksamkeit folgt der Bewegung und Berührung, so wirkt Shiatsu auch wenn man während der Behandlung einschläft.

Der Shiatsu-Praktiker bringt keine “Energie” in das System des Behandelten ein, sondern bewirkt mit seiner Berührung einen Restart. Der Körper ist ein intelligentes Wesen und kann sich so von selbst wieder in die Balance bringen.