Die Faszienbehandlung (nach der Integrativen Faszientherapie® nach Andreas Haas) ist optimal wenn Bewegungen Schmerzen verursachen. Es kann durchaus eine intensiv gefühlte Behandlung sein, wenn es zu Verklebungen zwischen den Muskelschichten gekommen ist.

Mit der Faszienbehandlung wird versucht die Gleitfähigkeit im Bindegewebe zu verbessern. Es wird versucht den Muskel- und Bindegewebszug auf das Gelenk/Bandscheibe/Knochen positiv zu beeinflussen.

Die Faszienbehandlung ist optimal wenn

  • Sie Beschwerden bei Bewegungen haben
  • die örtlich eingegrenzt sind und
  • den Ursprung in Muskeln bzw. Sehnen haben

Wann kann sie helfen?

Sie kann helfen bei

  • Tennis-Ellbogen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • wenn bereits verheilte Narben Schmerzen verursachen
  • verkrampfte Muskulatur die ständig Schmerzen bereiten (z.B. Schulter/Nacken, zwischen Schulterblätter)
  • nach bereits verheilten Zerrungen oder Bänderrissen um die Beweglichkeit zu fördern oder wiederzuerlangen
  • bei Knie/Hüftproblemen kann sie die Reibung verringern durch die Lösung der Muskelanspannung
    • die Abnutzung der Gelenke kann dadurch nicht beeinflusst werden, sehr wohl jedoch den Zug der Muskeln und Sehnen rund um die Problemstelle, dadurch können Schmerzen verringert werden

Lassen sie ihre Beschwerden erst ärztlich abklären, bevor sie zur Faszienbehandlung kommen!

Gegenanzeigen
  • nicht bei akuten Bänderrissen, Brüchen, Entzündungen

Was sind Faszien?

Faszien sind unser Bindegewebe – ein Gewebe das unseren Körper bindet und ver-bindet. Unser Körper ist ein Netz aus Gewebe, in dem jeder einzelne Knochen schwimmt. Kein einziger Knochen ist mit dem anderen direkt verbunden, die Verbindungsstellen – unsere Gelenke und Knorpel, Sehnen – sind ebenfalls unterschiedlich strukturiertes Gewebe. So ist jede Zelle im Körper über Zug und Druck mit jeder anderen verbunden. Ein schmerzendes Knie wirkt sich so über den Bindegewebe-Zug auch auf Hüfte und Fußgelenke aus.

Im Idealfall ist das Bindegewebe, also die Faszien, schön strukturiert ausgerichtet, sehr elastisch um Zug und Druck aufzunehmen und an Knochen und Muskeln weiterzugeben. Es ist unser Wasserspeicher im Körper. Eine Faszienbehandlung ist nie schmerzhaft, wenn das Bindegewebe weich und elastisch ist (dann gibt es jedoch auch keinen Grund für eine Faszienbehandlung 😉

Bei Bewegungsmangel bildet es Verhärtungen, die uns zwar eine gewisse Stabilität geben, jedoch nicht mehr elastisch genug sind. Das Bindegewebe ersetzt so die fehlende Muskelkraft. Im anderen Fall überanstrengen wir uns, und das Bindegewebe formt harte, schmerzhafte Verknotungen. Durch eine Faszienbehandlung wird versucht, die Elastizität und Beweglichkeit im Bindegewebe wiederherzustellen. Diejenigen Stellen im Bindegewebe, wo mehrere Muskelschichten mit ihrer Bindegewebshaut (Faszienhülle) übereinanderliegen, sind bei einer Behandlung die interessantesten (und schmerzhaftesten) Stellen. Je nach Bewegungsrichtung sind andere Muskelgruppen und Faszienlinien betroffen.